Bald im Kino: Inherent Vice – Natürliche Mängel

578193.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxMan hat ja momentan das Gefühl, in Hollywood hat keiner mehr eigene Ideen. Das Kinoprogramm besteht entweder aus Literaturverfilmungen (Gone Girl, The Drop, Der Hobbit, Tribute von Panem etc. etc.), Comic-Adaptionen oder irgendwelchen Remakes/Reboots bekannter Filme. Das meiste davon lässt mich ehrlich gesagt kalt. Jetzt verfilmt aber ausgerechnet der großartige Paul Thomas Anderson (Magnolia, There Will Be Blood) den nicht minder großartigen Vollzeitneurotiker Thomas Pynchon

What goes around may come around, but it never ends up exactly the same place, you ever notice? Like a record on a turntable, all it takes is one groove’s difference and the universe can be on into a whole ’nother song

Ein bisschen Angst habe ich ja schon. „Inherent Vice“ („Natürliche Mängel“) ist zwar der wahrscheinlich zugänglichste, konventionellste Roman des Autors, aber eben trotzdem ein waschechter Pynchon. Außerdem wird der Streifen in der amerikansichen Presse als „Retro“-Krimi verkauft. Manch einer mag da an den Erfolg von „American Hustle“ denken. Das war zwar auch ein guter Film, aber letztendlich ist er – zumindest für mich – an der astronomischen Erwartungshaltung, die der eigene Hype generiert hat, gescheitert. Will man etwa auf diesen Zug aufspringen? Ich war und bin etwas skeptisch, gut, aber es ist nun mal Paul Thomas Anderson. Und dann gibt es da ja auch noch den Cast: Joaquin Phoenix scheint sich wieder mal so richtig in seine Rolle reinzusteigern, was bisher immer zu sehr guten Resultaten geführt hat. Man erinnere sich an „Walk the Line“. Und sein Kollege Benicio del Toro ist sowieso immer dann am Besten, wenn er schräg sein darf bis zum Exzess. Die restlichen Namen lesen sich auch ganz gut, aber mit den beiden an Bord sollte eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Deshalb meine optimistische Prognose: Das wird schon.

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Mittlerweile gibt es auch einen  Trailer:

Um die schauspielerische Leistung mache ich mir keine Gedanken mehr. Wohl aber darum, ob es Paul Thomas Anderson tatsächlich gelingt, diesen irren, paranoiden Thriller ohne große Verluste ins Medium Film zu übersetzen. Schade, dass wir hierzulande noch etwas länger warten müssen. In den USA läuft „Inherent Vice“ schon im Dezember an.

Kinostart : 12. Februar 2015.

Inherent.inddPS: Penguin bringt natürlich pünktlich zum Film eine schicke Neuausgabe des Romans heraus. Meine ist sowieso verschollen (wahrscheinlich hat die Regierung damit zu tun), und bei dem Cover werde ich wohl nicht drum herum kommen, mir die ins Regal zu stellen:

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