Bald im Kino: Blackhat

blackhat posterFans epischer Action-Thriller aufgepasst: Michael Mann ist wieder da. Der Mann, der… also ihr wisst schon. „Heat“! Pacino und De Niro! Da vergisst man kurz mal, dass er zuletzt mit Filmen wie „Miami Vice“ und „Public Enemies“ eher Mittelmaß abgeliefert hat. In seinem neusten Streich widmet sich der Altmeister dem Thema des digitalen Verbrechens.
Um das Ganze nicht zu vermasseln, hat er sich Hacker ans Set geholt, die das Drehbuch auf Herz und Nieren geprüft haben sollen. Außerdem basiert die Geschichte lose auf dem Stuxnet-Fall, bei dem 2010 Unbekannte mithilfe eines Computerwurms Teile des iranischen Atomprogramms kurzzeitig beeinträchtigen konnten.

blackhat screenshot 2

Michael Mann verlagert die Handlung allerdings nach China, wo Hacker einen GAU in einem Atomkraftwerk auslösen. Das Land setzt ein zweiköpfiges Team auf die Sache an, will sich aber zusätzlich Unterstützung aus den USA holen. Dort wird nur ein paar Tage später die Wallstreet angegriffen, weshalb sich nun ebenfalls das FBI einschaltet. Ein Mann soll das Dilemma lösen, dafür holt man ihn sogar extra aus dem Knast: Das Computergenie Nicholas Hathaway. Der schnappt zwar die Verantwortlichen, findet sich aber kurz darauf in einem Spiel auf Leben und Tod wieder. Zwischen Chicago und Hongkong versucht er, seine Haut zu retten. Aber der Terror ist längst nicht mehr nur ein virtueller.

Ich bin mir unsicher, was ich davon halten soll. Zu oft wurde ich in den letzten Jahren von Michael Mann enttäuscht, dem ich zwei meiner absoluten Lieblingsthriller verdanke („Heat“ und „Insider“). Die Geschichte klingt interessant, aber bisherige Kritiken lassen eher oberes Mittelmaß erwarten. Auf diesem Niveau schlurft der Regisseur ja seit Jahren herum, ich würde mir aber wünschen, dass ihm mal wieder mehr gelingt als ein ganz netter Streifen für zwischendurch. Zumindest für Chris Hemsworth sollte sich der Film als goldrichtig erweisen, immerhin ist er bisher in Hollywood eher als der recht simpel gestrickte Haudrauf „Thor“ bekannt. Mal schauen, ob er diese Feuerprobe besteht. Wer das selbst beurteilen möchte, der kann das ab übermorgen im Kino seiner Wahl tun.

P.S.: „Blackhat“ bedeutet übrigens in etwa so viel wie „Bösewicht“, in Anlehnung an die schwarzen Hüte, die ebensolche im klassischen Western tragen. Wieder was gelernt und das Krimi-Vokabular aufgestockt.

blackhat bad guy

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