„Ja“ zu mehr Professionalität

Der Schneemann“ bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Das ist gut! Dieser Blog soll nämlich irgendwann mehr werden als bloßes Hobby, ich sehe ihn als eine Art Testgelände, auf dem ich für den Ernstfall proben kann. Als Student der Medienwissenschaft wollte ich von Anfang an den Schritt in die Professionalität gehen, hin zum Traumberuf Journalist, hin zum vom-Schreiben-Leben-können. Das ist noch lange hin, klar, und die Konkurrenz schläft ja bekanntlich nicht. 

Journalist zu werden bedeutet vor allem eines: Nach einem gewissen Regelwerk arbeiten. Die Menschen, die noch bereit sind, für Journalismus zu zahlen, tun dies in dem Wissen, gesicherte Informationen zu bekommen, die nach den beruflichen Mindeststandards aufbereitet werden. Womit wir bei dem wären, was mich momentan beschäftigt. Ich habe meine Blog damals ohne großen Plan begonnen, was ja, wie viele von euch mitbekommen haben, bereits in einer großflächigen Überarbeitungs-Aktion mündete. Nun sieht der Blog – wie ich finde – fantastisch aus, trotzdem ist er noch nicht „professionell“. Als Thomas Wörtche vor Kurzem einen Arschtritt an Krimimimi verteilte (was ich übrigens in der Form, in der dass passiert ist, ABLEHNE, falls das nicht aus den Kommentaren klar geworden sein sollte), fühlte auch ich mich angesprochen. Auch auf meinem Blog fehlt bei den Buchtipps jeglicher Hinweis auf Übersetzerin oder Übersetzer. Schlecht, denn ich suche selbst teilweise meine Bücher nach der Übersetzung aus. Ebenso fällt mir auf, dass ich alle Bilder ohne Hinweis auf das Copyright verwende. Auch schlecht. Außerdem fehlen Angaben zum Verlag (auch wenn die den Coverabbildungen entnommen werden können). Noch schlechter.

Ich habe mich damals gegen einen Metadaten-Wulst entschieden, weil ich Angaben wie Preis und ISBN für nebensächlich halte. Das hat sich nicht geändert. Ich glaube nicht, dass meine Blogleser mir blind vertrauen, sondern sich aufgrund meiner Buchtipps über die besprochenen Bücher informieren. Mein Blog ist ja keine Insel. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich da etwas zu kurz gedacht habe. Verlag und Übersetzer/in sind nämlich maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein Buch überhaupt realisiert wird. Ihnen gebührt daher unser Dank und Respekt. Dem kann man Ausdruck verleihen, indem man sie nennt und ihre Leistung, ihren Beitrag zum Buch damit anerkennt. Das werde ich in Zukunft und auch rückwirkend tun.

Judith von Leseloop hat sich ebenfalls Gedanken zum Thema Bloggen und Professionalität gemacht. Außerdem hat sie mir vor Augen geführt, dass mein Blog immer noch kein richtiges Impressum besitzt. Langsam kommt was zusammen. Auch das ist eine Baustelle, die in den nächsten Tagen auf mich wartet. Ihr seht also – es ist noch ein bisschen was zu tun.

Ganz wichtig: Alles, was ich in diesem Beitrag über das Bloggen schreibe, ist Teil meines Selbstverständnisses und zielt darauf ab, journalistische Qualität zu erreichen. Ich möchte hier niemanden maßregeln. Das soll jeder so handhaben, wie sie oder er das möchte. Mir persönlich geht es aber darum, immer wieder zu hinterfragen, was ich mit diesem Blog und meiner Radiosendung eigentlich vorhabe. Ich stecke zu viel Zeit und Arbeit da rein (Job Nummer 3 und der mit den meisten Arbeitsstunden), als das sich das nach dem Studium neben einem Fulltime-Job noch geregelt kriegen würde. Und ich bekomme zu viel positives Feedback und Unterstützung, als dass ich nicht wenigstens versuchen könnte, mehr als ein Hobby daraus zu machen. Ihr könnt mir dabei helfen, indem ihr mich immer wieder auf Fehler oder fehlende Informationen hinweist.

Nachtrag: Weil die Diskussion sich mittlerweile sehr vom eigentlichen Thema, nämlich meinen individuellen Ansprüchen, entfernt hat, habe ich mich hier noch einmal allgemeiner zum Thema Bloggen und Journalismus geäußert.

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26 Gedanken zu “„Ja“ zu mehr Professionalität

  1. Das Thema schlägt gerade Wellen, ich finde es selbst erschreckend, mit wie viel Gleichgültigkeit bei so vielen das Buch als Gesamtprodukt betrachtet wird, es geht nicht nur um die Story, der Verlag und der Übersetzer geben vorab allein schon genau so viel Auskunft über ein Buch wie der Name des Autors. Aber ich finde es auch schade, dass diese wichtige Diskussion auf dem Rücken von Krimimimi ausgetragen wird, bzw. der Eindruck entsteht, dass sie am Pranger stehen musste, stellvertretend für viele, die wesentlicher unbedachter als sie mit diesem Thema verhandeln.

    Ich habe in den letzten Tagen schon mehrfach meine Meinung dazu geäußert, für mich ist es als unstreitbar elementar zu betrachten, welche Auswirkung die Arbeit eines Übersetzers auf einen Text hat und natürlich gehört er/sie genannt. Ebenso die Angabe des Verlages, die ist für mich unerlässlich, das ist doch sonst unvollständig! Allein schon mein Streben danach, Muster zu erkennen, lässt mich solche Metadaten aufsaugen, nur so kann ich mir über die Jahre doch ein vollständiges Bild von der Verlagswelt machen, Entwicklungen erkennen und verfolgen.

    Und da schließt sich dann wieder der Kreis zur Selbstwahrnehmung und zum eigenen Interesse und Antrieb beim Bloggen. Bin ich an der Geschichte, an dem Inhalt interessiert oder will ich auch wissen, was hinter den Kulissen passiert. Erkennt man vielleicht irgendwann, dass bei einem Verlag der Programmleiter für eine Sparte gewechselt hat, weil sich die Titelaufstellung verändert? Oder dass der Übersetzer eines regelmäßig veröffentlichten Autors gewechselt hat? Die Verarbeitung eines Buches? Das Coverdesign in Abhängigkeit zum Profil eines Verlages? Das alles bleibt einem verborgen, wenn man nicht die Augen auch auf das richtet, was neben der Geschichte ein Buch mitbringt. Nun hat der „normale“ Leser meist kein Auge dafür. Und das muss er ja auch nicht. Ich fahre auch Auto und beschäftige mich nicht mit den Details der Automobilbranche. Ebenso muss sich ein Leser nicht mit den Details der Verlagswelt beschäftigen, wenn er nicht will. Aber er sollte die Möglichkeit dazu haben. Und als Blogger sind wir ja eigentlich keine normalen Leser mehr, wir berichten über das, was wir lesen und wenn die Liebe zum Buch so weit geht, dass man darüber bloggt, dann ist das eben so ähnlich wie bei den Schraubern, die nachmittags in der Garage an ihren Fahrzeugen herumbasteln. Und bei beidem ist es wichtig, zu wissen, von welchem Hersteller ein Produkt stammt, egal ob Buch oder Zündspüle, sonst entwickelt man ja kein Gespür für Unterschiede in der Art und Qualität.

    Nun ist es aber eben, was es ist, ein Hobby. Ich sperre mich ganz entschieden dagegen, dass immer wieder an verschiedenen Stellen darüber entschieden wird, was ein Buchbloggern soll und darf und kann und muss. Bei den meisten ist der Buchblog Ausdruck einer großen Leidenschaft zum Lesen, ganz egal, welches Genre da im Mittelpunkt steht. Und so findet jeder Blog mit seiner Art der Darstellung, der Schreibweise und der Inhalte auch seine Leser. Die einen wollen einfach in ihrer Freizeit über ihre Leseerlebnisse plaudern, andere wollen es professionell aufziehen und gehen journalistischen Ambitionen nach. Manche sind sogar Journalisten. Aber jeder soll doch bitte nach seinen Möglichkeiten und nach seinem Belieben auf seinem Blog die Art von Buchliebe zelebrieren, die er für angemessen hält, ohne dass es dafür Maßregelungen gibt. Dass es da immer mal Ausrutscher sowohl optischer als auch inhaltlicher Natur gibt, liegt in der Dinge der Sache und ist vor allem immer eine Frage der Sichtweise. Zu meinem Selbstverständnis gehört, dass das, was mir gefällt, nicht maßgebend ist, und deshalb sollte doch die bunte Vielfalt unter den Buchbloggern, in der ganzen Bandbreite vom Hobby bis zum Profi, einfach als die Möglichkeit gesehen werden, ganz viele verschiedene Menschen zu erreichen und ihnen Lust aufs Lesen zu machen. Ich weiß, dass dein Artikel nicht darauf abzielt, solche Maßregelungen zu postulieren, so verstehe ich ihn jedenfalls nicht und so denke ich, ist er auch nicht gemeint.

    Aber bei mir ist nach dem Artikel Thomas Wörtches im Crimemag ein recht bitterer Nachgeschmack geblieben, denn mir schien unter dem Deckmantel der Übersetzer-Diskussion eigentlich ein ganz anderes Motiv hinter den Worten zu stecken, wie man an den Eingangssätzen und dem „Tritt“ gegen Krimimimi gut erkennen konnte. Und wenn es darauf hinausläuft, dass zwischen Hobby und Profi so ein Ton herrscht, na vielen Dank. Denn auch ich hadere ständig mit mir und den Inhalten für meinen Blog, schwanke zwischen dem Vergnügen, einem Hobby nachgehen zu können und dem eigenen Anspruch, alles möglichst vernünftig zu machen und den Büchern und dem Aufwand, der hinter so einem Produkt steckt, gerecht zu werden. Aber es ist eben nicht mein Hauptjob, auch wenn er manchmal ähnlich viel Zeit frisst und ich will eigentlich in meiner Freizeit ein wenig Entspannung erfahren und mir nicht die Gedanken machen müssen, die ich mir beispielsweise beim Job mache. Wenn ich allerdings fürchten muss, dass ein einzelner Kommentar von mir dazu führen kann, in einem Online-Magazin auseinander genommen zu werden, verliere ich diese Leichtigkeit allmählich. Dabei ist der Wunsch nach Professionalität eigentlich ein wunderbarer Antrieb um voranzukommen und sich weiterzuentwickeln, nur so geht es eigentlich!

    Ich habe gerade das Gefühl, dass ich völlig weg vom Thema bin. 😉 Entschuldige!! 🙂 Also Fazit: Übersetzer und Verlag sind in meinen Augen ganz unerlässlich wichtige Angaben, wenn es ums Buch geht, die Diskussion ist auch wichtig, weil es erschreckend ist, dass offenbar so wenig Bewusstsein für diese Angaben vorhanden ist, aber eigentlich ging es in dem Artikel im Crimemag doch schon wieder um etwas ganz anderes und ich fand die Art schlicht unangemessen. So, das hätte ich also auch kürzer sagen können. Aber dafür gibt es ja dann die Journalisten! 😉

    Liebe Grüße, Philly

    PS: Sollten negative Schwingungen im Text zu spüren sein, das ist dann noch der nachklingende Unmut wegen des Artikels im Mag, die gelten nicht Dir oder deinem Beitrag! 🙂

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    • Danke erstmal für deinen schönen, ausführlichen Beitrag. Ich stimme dir beinahe völlig zu, nur was Krimimimi angeht sehe ich das etwas differenzierter. Ich finde Krimimimis Aussage, so spontan sie gewesen sein mochte, schon sehr fragwürdig. Ob man das jetzt so breit treten muss ist eine andere Sache, aber wer auf eine Nachfrage so reagiert muss auch ein bisschen Kritik erdulden. Desweiteren verstehe ich die „KickAss“ als eine Plattform für Polemik, was die Kritik doch ein bisschen abschwächt. Aber ja, wünschenswert wäre es gewesen, sich vielleicht mit einem ernsthafteren Format auseinanderzusetzen, aber das ist ebenfalls Teil des jeweiligen journalistischen Selbstverständnisses. Ich halte die Polemik beispielsweise für ein probates Mittel, um Missstände in der Gesellschaft aufzuzeigen. Nun gehören Blogger natürlich auch zur Gesellschaft, sind aber bei weitem nicht wichtig genug, um eine solche Schärfe im Ton zu rechtfertigen. Die Probleme, die wir verursachen, sind gesamtgesellschaftlich gesehen marginal. Ich persönlich halte aber beispielsweise auch den klassischen Verriss in jedem Fall für unangebracht, weil er immer auch auf persönlicher Ebene angreift. Wie gesagt, alles eine Frage des Selbstverständnisses. Und man kann sich natürlich fragen, ob ein nüchterner Artikel solche Wellen geschlagen hätte… Trotzdem: Eine Diskussion sollte nicht zu Lasten einer einzelnen Person gehen, die exemplarisch für etwas herhalten muss, das führt nie zu einem sinnvollen Ergebnis und lenkt von der Sache selbst ab.

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      • Ja klar, das war Polemik pur! Und ich kann dieser Form der Meinungsäußerung ganz allgemein recht wenig Sympathie entgegenbringen, weil sie ihrer Natur nach eben meist auf die Kosten einer einzelnen Person geht und das behagt mir nicht, das wäre nicht meine bevorzugte Art, auf Missstände hinzuweisen, zumindest nicht in so einem Fall. Wenn die Buchblogger eigentlich nicht als Teil der relevanten Buchkritik wahrgenommen werden sollen und nach Meinung der Kritikerelite in einer anderen, niedrigeren Liga spielen, ist es besonders unfein, sich dann vom Elfenbeinturm aus in so einer Form zu äußern. Aber Du hast irgendwie auch recht, es könnte gut sein, dass das Thema ohne diesen Aufreißer gar nicht so groß besprochen werden würde. Was eigentlich auch traurig ist, wenn es nur noch mit solchen Mitteln möglich ist, Aufmerksamkeit und Bewusstsein für ein Thema zu schaffen. 😦

        Liebe Grüße und danke für den spannenden Austausch! Darf ich denn fragen, warum Du trotz deines Bestrebens, im Journalismus Fuß zu fassen, ein Studium der Medienwissenschaften gewählt hast und nicht den direkten Weg in die schreibende Zunft?

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      • Das ist nicht ganz so leicht zu beantworten. Erstmal: Was ist der „direkte Weg“? Journalist kann sich hierzulande ja jeder nennen, da gibt es keine Berufsausbildung o.ä, weshalb es unendlich viele Wege in den Beruf gibt. Das Studium ist einer davon. In Tübingen ist Medienwissenschaften ein sehr praxisnaher Studiengang, man bekommt dort Einblick in nahezu alle Medien, von Radio über TV bis Print, was für einen unentschlossenen Menschen wie mich sehr schön ist. Außerdem gehören die journalistischen Grundlagen zum Stoff. Mit der Nähe zum SWR und den gut vernetzten Fachbereichen halte ich das nach wie vor für eine gute Möglichkeit, erste Schritte im Bereich Journalismus zu gehen. Es ist ein hart umkämpftes Feld und am Ende zählen wahrscheinlich nur Leistung, die persönliche Vermarktung und Kontakte. Aber du hast nicht unrecht, vieles von dem, was die Medienwissenschaften zum Thema haben, ist für meinen Berufswunsch nur am Rande interessant 😉

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      • Hm, aber es gibt doch eine direkte Ausbildung für Journalisten. Die Journalistenschule oder eben das entsprechende Studium sind für mich da immer noch ganz klar die Berechtigung, sich auch wirklich Journalist nennen zu dürfen. Ich bin da aber auch altmodisch! 😉 Und Du hast recht, das Selbstverständnis, dass sich irgendwie jeder, der Worte zu Papier bringt, auch Journalist nennt, ist heutzutage enorm. Medienwissenschaften ist aber interessant und wirklich vielfältig, man bleibt flexibel und hält sich damit viele Optionen offen, natürlich auch die des EInstiegs in den Journalismus. Es führen ja immer viele Wege nach Rom!

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      • Die Journalistenschule ist natürlich eine Möglichkeit, es ist nur verdammt schwer da reinzukommen. Einen eigenständigen Studiengang, der den Namen auch verdient, existiert meines Wissens nach aber nicht. Viele Universitäten bieten einen Master in „Journalistik“ an, den man ohne Bachelor aber natürlich nicht belegen kann. Darüber hinaus gibt es Studiengänge wie „Publizistik“, was ich auch schon ausprobiert habe. Da liegt der Schwerpunkt aber sehr stark auf PR und Marketing.

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      • Ja, richtig, die Journalistenschule ist kein Ponyhof. Hatte mich damals auch sehr intensiv damit beschäftigt und wollte eigentlich diesen Weg gehen, bei mir war es letztlich eine finanzielle Entscheidung erstmal etwas anderes zu machen, wenn ich denn überhaupt an einer genommen worden wäre. 😉 Als ich mich damals informiert hatte (2003/2004) gab es auch noch das Journalismus-Studium, vllt wurde das jetzt im Zuge der Bachlor-Reform eingestampft, das wäre ja schade. Aber Du wirst deinen Weg schon machen, wie gesagt, Rom und seine vielen Wege und so, das läuft schon! 🙂

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  2. Hi Alex!

    Das Thema schlägt tatsächlich gerade um sich. 🙂 Und sehr cool, dass auch du dich dazu äußerst! Alles in Allem würde ich mir jetzt aber nicht allzu viel Gedanken darüber machen, ob deine Posts möglichst vollständig sind. Wie du ja selbst sagst, bist du noch in der Probierphase, die jedem zugestanden werden sollte. Alles Gute dafür, dass du den „Absprung“ in die Professionalität schaffst!

    Bezüglich deines Beitrags: Im Gegensatz zu dir haben vielleicht viele andere Blogger und Bloggerinnen nicht das Bedürfnis, irgendwann mal in den Journalismus einzusteigen, sondern betreiben ihren Blog allein als Hobby. Und auch das sollte man dürfen. Und deshalb nicht unbedingt gleich Opfer eines Shitstorms werden (wie Krimimimi). Weil – wie du in deinen Kommentaren bei Thomas Wörtche sagst – der „mündige Leser“ selbst entscheiden kann, was er wie konsumiert.

    Leider gehören zum langen steinigen Weg zur Professionalität – weil meist prekäre Beschäftigungsverhältnisse – auch Beiträge, für die man kaum bis gar nichts bezahlt bekommt, die einem aber trotzdem weiter helfen. Und sei es nur, dass sie Traffic auf den eigenen Blog bringen und dich bekannter machen.

    Ich würde beim Börsenblatt auch nicht Nein sagen, wenn sie gerne meine Meinung abdrucken wollen. Weil es mir Aufmerksamkeit und damit mehr Besucher und Besucherinnen bringen würde. Allerdings obliegt es den Verantwortlichen dort, welche Meinungen sie drucken bzw. online stellen und welche nicht.

    P.S: Auch mein Impressum ist noch ausbaufähig. 🙂

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  3. Mir ist sind die Übersetzter egal. Gebe ich ganz offen so zu und dementsprechend erwähne ich sie auch nicht. Mein Blog ist mein Lesetagebuch und wenn jemand es lesen möchte, dann kann er das gerne tun, wenn jemanden die Art der Gestaltung nicht gefällt, dann soll er es eben lassen.

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      • Der Bloggerin sind die Übersetzer ganz offensichtlich auch nicht wichtig. Ich denke, dass muss man auch akzeptieren. Es gibt auch Cineasten, welche auf den Kameramann achten und vielleicht nur wegen ihm einen Film sehen und Leute wie mich, die nur der Regisseur und die Schauspieler kümmern. Nichts von beiden hat einen Shitstorm verdient.

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      • Auch hier: Ja, richtig. Man sollte aber bedenken, was krimimimi gesagt hat. Das war nämlich nicht: „Mir ist der Übersetzer egal“, so wie du das tust. Das wäre ja nicht der Rede wert gewesen. Sie hat aber gesagt: „Meinen Lesern hilft das nicht“. Das ist nicht das Selbe. Alleine unter diesem Artikel finden sich Gegenbeweise. Meinetwegen ist das unglücklich formuliert, und auch ich bin der Meinung, dass sie keinen Shitstorm verdient hat, aber solche Aussagen sind doch zumindest fragwürdig und unterscheiden sich eben klar von deiner Position, die ich total nachvollziehen kann.

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      • Das stimmt schon, die Aussage ist fragwürdig und gängelt die Leser des Blogs. Aber: Ich gehe stark davon aus, dass die Leser meines Blogs diesen Anspruch nicht haben. Ich kann mich auch täuschen, aber letztendlich ist es mein Lesetagebuch und damit gilt: Take it or leave it.
        Wenn es einen Shitstorm geben sollen, dann von den Lesern ihres Blogs und nicht von extern.

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  4. Ich kann nachvollziehen, Alex, wenn du (zurecht) einen journalistischen Anspruch an deinen Blog hast und die Angaben zu Übersetzer etc. demnächst mitaufführen willst. Die Mehrzahl der Blogs hält es aber doch eher an Catarina Kirstens „rührender“ Ansicht und hält derlei Angaben zumindest teilweise für verzichtbar. Die Arbeit der Übersetzer möchte ich keinesfalls herabwürdigen, aber die deutlich überwiegende künstlerische Arbeit am Werk wird doch noch weiterhin vom Autor geleistet.

    Wenn ich die Tendenz richtig herausgelesen habe, zielt Herrn Wörtches in der Wortwahl diskutabler Beitrag aber in letzter Konsequenz auf den HR und die honorarfreie Nutzung von Bloggerbeiträgen. Aber das ist doch dann wieder eine ganz andere Diskussion. Und da bin ich gar nicht so weit von ihm entfernt, wie in den ersten Absätzen seiner Polemik.

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    • Naja aber Moment, Caterinas Beitrag hatte ja gar nichts mit der Übersetzer-Debatte zu tun! Es ist falsch, jetzt zu sagen, dass die Mehrzahl der Blogs, die sich an Caterinas Beitrag hält auch Angaben über den Übersetzer für unnötig hält!!! Das sind zwei paar Schuhe, auch wenn Herr Wörtche das in einen Topf geschmissen hat. Abgesehen davon fand ich Caterinas Beitrag klasse, weil er eben genau aufzeigt, warum die Diskussion um Blogger und Literaturkritiker eigentlich hinfällig ist. Ihn mit Umschreibungen wie „kuschelig“ und „rührend“ abzutun, ist ungerechtfertigt. Dennoch gehöre ich zu der Fraktion, die Angaben zu Verlag und Übersetzer unerlässlich findet.

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      • Nur dass wir uns hier nicht verzetteln: Ich will ja hier überhaupt keine Regeln fürs Bloggen im Allgemeinen aufstellen. Hier geht es wirklich nur um meinen eigenen Anspruch. Den soll jeder für sich selbst definieren. Aber WortGestalt hat recht, die Diskussionen um Caterina und Mimi laufen parallel nebeneinander her und haben wenig miteinander zu tun. Wörtche hat Caterina ja auch nur belächelt, inhaltlich aber nicht kritisiert. Ich denke, dass ihr Beitrag nur erwähnt wurde, um den Bogen zu spannen, den Gunnar ja schon angedeutet hat. Wörtche kritisiert die Instrumentalisierung der Blogger von Presse und Verlagsseite, da stimme ich mit ihm auch überein.

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  5. Nachdem ich immer mehr das Gefühl habe, missverstanden zu werden, habe ich den obigen Beitrag nochmal an einer Stelle editiert (ihr dürftet erkennen, wo). Ich möchte, dass jedem klar ist, dass ich die Art, wie Krimimimi an den Pranger gestellt wurde, ausdrücklich ablehne. Ich war eigentlich der Meinung, dass meine Haltung unmissverständlich wäre. Und nur, weil ich die ganze Geschichte vielleicht differenziert betrachte, ergreife ich noch lange nicht Partei für die eine oder die andere Seite (sind wir im Krieg? Blogger vs. Journalisten?). Alles, was ich hier schreibe, ist Ausdruck meiner eigenen Meinung und eignet sich überhaupt nicht für irgendwelche voreiligen Schlüsse auf die gesamte Bloggerszene. Ich spreche für niemanden außer mich selbst und meine Beiträge sind höchst subjektive Gedankengänge,und keine berechnenden Anbiederungsversuche bei wem auch immer. Der Umstand,, dass ich meinen Lebensunterhalt gerne mit Schreiben verdienen möchte, beeinflusst zu keinem Zeitpunkt meine Meinung. Die möchte ich aber auch äußern dürfen, und wem sie sauer aufstößt – dafür ist ja die Kommentarfunktion da. Manchmal redet man ja auch aneinander vorbei, meint aber im Kern das Gleiche. Also: Bloggen und bloggen lassen und im Zweifel bitte nachfragen.

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  8. Ich hab ja ein wenig Pause gemacht und komme erst jetzt dazu, alle Beiträge nachzulesen, deshalb folgt mein Kommentar so spät.
    Ich muss Dir erstmal große Bewunderung zollen, dass Du neben Job und Studium noch „gschwind“ eine Radiosendung und einen Blog wuppst. Und Du bloggst ja nicht wenig. Das kostet wahnsinnig viel Zeit und ich hab das nicht geschafft. Ich hab meinen Blog erst nach meinem Studium angefangen und trotzdem hab ich manchmal das Gefühl, neben der Arbeit zu wenig Zeit zu haben. Also: meine tiefste Bewunderung.
    Und zum zweiten: Mach weiter so. Du bist auf dem besten Weg und wirst ganz sicher Dein Ziel erreichen.
    LG, Christina

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