Trailer, Trailer, Trailer

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Wie die Bücher, so die Filme. Manchmal sehe ich einen Trailer der mir gefällt, aber nicht genug hergibt, um einen ganzen Beitrag darüber zu schreiben. Oder mir fehlt, wie zu zuletzt so häufig, einfach die Zeit. Dann verschwinden die Dinger im Tab-Labyrinth meines Browsers, bis sie mir nach dem nächsten Absturz wieder mal alle gleichzeitig als Soundsalat um die Ohren fliegen. Deshalb möchte ich euch heute in kurzer Form meine kommenden (Heim-)Kino-Highlights vorstellen – auch wenn bei einem Großteil der Streifen noch unklar ist, ob wir sie hierzulande überhaupt zu sehen bekommen.

Paul Schrader? Willem Dafoe und Nicolas Cage als abgeranzte Ex-Knackis in schrillen (Jogging)-Anzügen? Ein Film, bei dem es vor allem darum geht, keine Kompromisse mit dem Studio einzugehen? Ich bin sowas von an Bord. Im Vergleich zur Vorlage, dem düsteren, aber eher ernsthaften Noir „Der letzte Coup“ von Edward Bunker, hat man scheinbar nochmal kräftig an der Skurrilitäts-Schraube gedreht. Für eine DVD-Veröffentlichung wird das sicher reichen, aber auf einen deutschen Kinostart warten wir wahrscheinlich umsonst.

Wenn ihr den Trailer zu „Dog Eat Dog“ schon zu schräg fandet, dann ist „Officer Downe“ garantiert nichts für euch. Killernonnen, Superninjas, Unterweltbosse mit Tierköpfen und ein untoter Frankenstein-Cop, die sich in futuristischer Kulisse die Köpfe einschlagen, dürften dagegen das Herz jedes B-Movie-Fans höher schlagen lassen. Zudem ist Kim Coates einer, dem die Rolle des Freaks in die Wiege gelegt wurde. Wer „From Dusk Til Dawn“ oder „Sons of Anarchy“ gesehen hat, weiß was ich meine. Absoluter Trash-Tipp, aber gerade deshalb wohl maximal im DVD-Regal zu finden.

Nicht weniger skurril, aber eher was für die Arthouse-Fraktion: „A Dragon Arrives!“ von Mani Haghighi. Der iranische Berlinale-Beitrag, ein Mix aus Noir und Horror, halb Spiel- und halb Pseudo-Dokumentarfilm, wird wohl trotz jeder Menge medialem Zuspruch hierzulande nicht im Kino zu sehen sein. Bleibt zu hoffen, dass sich für dieses surrealistische Filmerzählung irgendwo ein DVD-Verleih findet.

Seit dem großartigen „Sunrise“ hat mich das indische Krimi-Kino für sich eingenommen. „Psycho Raman“ erzählt die Geschichte eines lose historisch inspirierten Serienkillers und eines nicht minder brutalen Cops, der ihn mit allen Mitteln stellen will. Das ist sicherlich nicht allzu neu, aber die Bilder, die Anurag Kashyap dafür findet, sind herrlich untypisch für das an Hollywood-Thriller gewöhnte Auge. Und außerdem handelt es sich um den ersten Film in meiner kleinen Liste, zu dem schon ein Datum feststeht: Am 28. Oktober findet sich „Psycho Raman“ in den Regalen der DVD-Dealer ein.

John Wick“ war dieses Jahr – auch wenn der Film bereits 2014 herauskam – eines meiner Highlights. Schnörkelloser, wortkarger, wunderschön choreographierter Neo(n)-Noir. Ob „John Wick: Chapter 2“ daran anknüpfen kann, ist fraglich. Ich würde es mir wünschen, aber es spricht doch Einiges dagegen. David Leitch ist beispielsweise ausgestiegen, weshalb diesmal Chad Stahelski alleine die Regie übernehmen wird – eine Premiere. Wie viel das ausmacht, bleibt abzuwarten, immerhin sind beide hauptberuflich eher Stuntmen als Nachwuchs-Spielbergs. Zudem scheint es mir angesichts des Trailers, als würde das Sequel sich vom Minimalismus des Vorgängers verabschieden und deutlich mehr Bombast auffahren. Hoffen wir mal, dass wir zum Kinostart am 16. Februar 2017 keine Enttäuschung erleben werden.

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