Vorschau 2017: Teil 1

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Den ersten Monat des neuen Jahres habe ich irgendwie verpasst. Zu viel zu tun. Über die vielen guten Bücher, die im Januar erschienen sind, habt ihr euch bestimmt schon anderweitig informiert, weshalb ich direkt mit dem Februar einsteigen werde – gerade noch rechtzeitig. Dafür gibt es am Ende etwas Musik. 

Reginald Hill | Die letzte Stunde naht

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© Droemer

Das sagt der Verlag: Nach seiner Rückkehr aus der Kur kehrt DCI Andy Dalziel an seine alte Wirkungsstätte, das Mid-Yorkshire Police Department, zurück. Allerdings ist er offenbar noch nicht wieder ganz auf dem Damm: Auf dem Weg zur Arbeit mehren sich die Anzeichen, dass der vermeintliche Montag in Wirklichkeit ein Sonntag ist! Schockiert flüchtet Dalziel zu innerer Einkehr und Sammlung in die Kathedrale von York, wo er von einer Frau angesprochen wird – Gina Wolfe. Sie ist Dalziel von seiner Haustür bis hierher gefolgt, ohne zu bemerken, dass wiederum sie von zwei zwielichtigen Typen verfolgt wird, die ihr nach dem Leben trachten. Und damit beginnt eine sonntägliche Tour de force, an deren Ende nicht nur ein Toter und eine schwer verletzte Polizistin stehen, sondern auch ein in seiner alten majestätischen Pracht wiederhergestellter Dalziel, für den sich die Verkettung der Ereignisse als wahrer Jungbrunnen erweist.

Das sage ich: Reginald Hill war ein Ausnahmetalent. Mit acht Jahren Verspätung erscheint nun endlich der letzte Band seiner großartigen Dalziel-und-Pascoe-Reihe, die bereits 1970 ihren Anfang nahm, auf deutsch. Wahrscheinlich können wir lange darauf warten, dass Hills Werke irgendwann vollständig übersetzt werden, zu viel hat er zu Lebzeiten geschrieben und zu gering scheint das Interesse hierzulande. Wer Hill noch gar nicht kennt, beginnt am besten mit dem Stand-Alone„Rache verjährt nicht“, den man auch jetzt noch mancherorts in den Buchhandlungen findet.

Erscheinungsdatum: 1. Februar

Federico Axat | Mysterium

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© Atrium

Das sagt der Verlag: Der Thriller-Bestseller aus Argentinien wurde zum internationalen Phänomen und erscheint in 35 Ländern. Als der erfolgreiche und todkranke Geschäftsmanns Ted McKay beschließt, sich selbst das Leben zu nehmen, bekommt er Besuch von einem Fremden, der ihn überredet, einen Mord zu begehen. Er willigt ein – und findet heraus, dass ihm sein Auftraggeber etwas Wichtiges verschweigt. Ted beschließt, die ihm verbleibende Zeit zu nutzen, um das Geheimnis des Fremden zu ergründen. Doch wie kann man die Wahrheit finden, wenn die eigene Welt eine einzige Lüge ist?

Das sage ich: Sehr schönes, stimmiges Cover – viel mehr kann ich zu diesem Buch leide nicht sagen. Der Plot klingt interessant, der internationale Erfolg macht neugierig, und Thriller aus Argentinien bekommen wir hier ja nicht alle Tage zu lesen. Außerdem hat Atrium bei mir seit „True Crime“ von Sam Millar einen Stein im Brett, weshalb ich mich dem „Mysterium“ wohl annehmen werde.

Erscheinungsdatum: 10. Februar

LS Hawker | Grausames Erbe

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© HarperCollins

Das sagt der Verlag: Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat …

Das sage ich: Da ist sie wieder, die toughe Protagonistin. Ich hoffe ja wirklich sehr, dass es LS Hawker im Gegensatz zu Kolleginnen wie Jax Miller gelungen ist, eine glaubwürdige, starke Frauenfigur, die den Jack Reachers dieser Welt die Stirn bieten kann, zu schaffen. Klingt jedenfalls nach einem Actioner mit feministischem Einschlag. Was ich nur begrüßen kann.

Erscheinungsdatum: 6. Februar

Adrian McKinty | Rain Dogs

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© Suhrkamp

Das sagt der Verlag: Die Journalistin Lily Bigelow wird im Hof von Carrickfergus Castle, wo sie sich allem Anschein nach über Nacht hat einschließen lassen, tot aufgefunden. Selbstmord, glaubt man, aber ein paar Dinge geben Sean Duffy zu denken, und er weigert sich, es dabei zu belassen. Duffy findet heraus, dass Bigelow an einer verheerenden Enthüllung in Sachen Korruption und Amtsmissbrauch innerhalb der höchsten Regierungskreise Großbritanniens und darüber hinaus gearbeitet hat. Und so sieht er sich mit zwei schwerwiegenden Problemen konfrontiert: Wer hat Lily Bigelow umgebracht? Und was wollte er oder sie damit vertuschen?

Das sage ich: Ich habe ja dei Hoffnung, 2017 mal wieder zum veröffentlichungswütigen McKinty aufzuschließen. Nach „Die Sirenen von Belfast“ war für mich vorerst Schluss mit der Reihe – nicht, weil die Qualität nicht stimmte. Im Gegenteil: Wenn jemand regelmäßig Bücher veröffentlicht, die über jeden Zweifel erhaben sind, kann man die sich auch getrost für später aufheben. Nun ist „Rain Dogs“ jedoch mein Lieblingsalbum von Tom Waits, und deshalb will ich natürlich wissen, was McKintys Version davon so kann. Besonders gespannt bin ich auch, ob das Suhrkamp-Team dem Folgeband seinen wunderschönen Titel lässt: „Police At The Station And They Don’t Look Friendly“. Es wäre zu schön.

Erscheinungsdatum: 6. Februar

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8 Gedanken zu “Vorschau 2017: Teil 1

  1. Also im McKinty bin ich gerade wieder drinnen. Das ist einfach nur Butter, wie er nie nachlässt in puncto Qualität. Und auf den letzten Hill freue ich mich auch sehr. Die früheren Bände erwerbe ich gerade so nach und nach antiquarisch, wenn sie mir in die Hände fallen …
    Es sieht nach einem sehr guten literarischen Krimifrühjahr aus!

    Gefällt 1 Person

    • Das mache ich gerade mit Jerome Charyn. Bei Hill wurden ja leider zwischendurch immer wieder Bücher nicht übersetzt, wodurch man die Reihe momentan gar nicht komplett kaufen kann … eine Werkausgabe wäre toll, aber da glaube ich nicht dran.

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  2. Ja, eine einheitliche Ausgabe (evtl sogar mit einer einheitlichen Übersetzung) in einem schönen Design – das wäre was. Aber man wird ja noch träumen dürfen (und vielleicht lässt Droemer-Knaur ja was springen).

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  3. Ich hab letzte Woche „Die verlorenen Schwestern“ gelesen – ich war also auch noch auf dem Stand von „Die Sirenen von Belfast“. Aber die Reihe hat schon was – ich hole jetzt dann demnächst erst mal „Gun Street Girl“ nach. Wie Du ja schon sagst, Gutes verjährt nicht.

    Mit „Grausames Erbe“ hab ich auch schon geliebäugelt, aber nach Jax Miller und Candice Fox bin ich da am zweifeln. Na, mal sehen wie die ersten Rezensionen dann dazu aussehen.

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