Die Geißel der Genre-Literatur

Seibold Spritztour

© Piper

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Meine Arbeit für den Zeitungsverlag Waiblingen bringt es mit sich, dass ich ab und zu einen Krimi rezensieren darf. Das kommt mir natürlich sehr gelegen. Die schlechte Nachricht: Vor zwei Wochen meinte mein Kollege, ich könnte mir doch mal den neuen Roman von Jürgen Seibold anschauen. Der ist immerhin eine lokale Größe. Ich habe mich tatsächlich darauf gefreut, zur Abwechslung mal wieder einen Regionalkrimi zwischen die Finger zu bekommen.

Warum dieses Gefühl nicht lange anhielt, und man Seibolds „Spritztour“ exemplarisch für fast alles heranziehen kann, was im Regionalkrimi meiner Meinung nach schief läuft, lest ihr im Beitrag:

Ein Kriminalroman funktioniert immer auch als Barometer gesellschaftlicher Zustände. In der Regel spiegeln sich darin aktuelle Probleme. „Spritztour“ und Konsorten stehen dagegen eher in der Tradition des guten, alten Heimatfilms: Alles, was die Harmonie stören könnte, wird ausgeblendet. Politik? Spielt keine Rolle. Soziales? Auch nicht. Migration? Nur aus Niedersachen und den Niederlanden. Selbst die ausländischen Touristen wurden vom Tegelberg getilgt. Integration? Kannst no a Weißbier bringa!

Den Rest gibt es hier.

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