Yorgos Lanthimos verfilmt Jim Thompsons „Pop. 1280“

Jim Thompson - Pop. 1280

Cover-Ausschnitt der Taschenbuchausgabe aus dem König Verlag (1973). [Foto: Der Schneemann]

The Favourite“ von Yorogs Lanthimos war für stolze zehn Oscars nominiert, darunter „Bester Film“ und „Beste Regie“. Nur in einem Fall wurde auch was draus: Die großartige Olivia Colman („Broadchurch“) hat in der Nacht auf Montag in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ abgeräumt.


Trotzdem: Die beste Nachricht der letzten Tage, in der Lanthimos‘ Name fiel, hat wenig mit goldüberzogenen Männerstatuen zu tun. Sondern mit dem Dostojewski des Groschenromans, Jim Thompson. Dessen „Pop. 1280“ („1280 schwarze Seelen“) will der Grieche laut The Hollywood Reporter verfilmen.

 

“what else is there to do but laugh and joke …
how else can you bear up under the unbearable?”
– Pop. 1280

Doppelter Grund zur Freude

Es besteht gleich doppelt Grund zur Freude: Bei der grotesken Geschichte um Kleinstadtsheriff Nick Corey handelt es sich vielleicht um Thompsons bestes Buch. Auch wenn es in Sachen Einfluss hinter „The Killer Inside Me“ (ebenfalls eine Kleinstadt-Groteske, wenn auch nur mit Hilfssheriff) zurückbleibt, hat sich „Pop. 1280“ seinen Platz in der Genre-Geschichtstschreibung spätestens in dem Moment gesichert, als die französische Ausgabe als 1000. Band der berühmten „Série Noire“ bei Gallimard erschien.

 

Aber nicht nur die Vorlage ist gut. Yorgos Lanthimos ist einer der spannendsten Regisseure der Gegenwart und hat mit „The Lobster“ und „The Killing of a Sacred Deer“ bereits bewiesen, dass er auch Drehbücher schreiben kann. Wie Thompson zerreißt er dabei stets den Schleier der Zivilisation und zerrt die Tiere, die darunter Zuflucht suchen, ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch bei „Pop. 1280“ wird er sein eigenes Drehbuch verfilmen.

Eine Verfilmung und ein gescheiterter Versuch

Wenn man den einschlägigen Branchenmagazinen glauben schenken darf, geht „Pop. 1280“ schon bald in die Produktion. Die bisher einzige Verfilmung des Stoffes stammt von Bertrand Tavernier („Coup de Torchon“, dt. „Der Saustall“, 1981), der die Thompsons Vorlage zur Auseinandersetzung mit Frankreichs Kolonialherrschaft in Afrika nutzte.


Vor ein paar Jahren wurde der Australier Andrew Dominik mit einer Adaption des Romans in Verbindung gebracht. Es fielen Namen wie Woody Harrelson („True Detective“) und Leonardo DiCaprio. Dominik dürfte Krimiliebhabern als der Mann bekannt sein, der George V. Higgins‘ „Killing Them Softly“ in die Kinos brachte. Interessanterweise hat Dominik Anfang der 2000er auch ein Drehbuch zu Thompsons „The Killer Inside Me“ verfasst. Er legte das Projekt aber auf Eis, als Tom Cruise als Hauptdarsteller ausstieg.

Ein Gedanke zu “Yorgos Lanthimos verfilmt Jim Thompsons „Pop. 1280“

  1. Zu Beginn schickt man uns wie kleine Kinder in den Hausarrest, dann setzt man uns – dressierten Zirkusaffen gleich – Masken auf und später dann wird man uns wie die Schafe Zwangsimpfen. Wird kommen. Und warum? Weil Staaten um unsere Gesundheit besorgt sind? Vor allem die er Alten? Sonst sind wir diesen Leuten doch auch scheißegal. LOL, glauben Sie das mal ruhig!

    Gleichzeitig zieht man wie wild selbst im hinterletzten Kack-Dorf 5G-Türme auf. Warum? Weil man die arme, abgeschnittene Bevölkerung mit Internet versorgen will? LOL, glauben Sie das mal ruhig!

    Die Krankenhäuser sind leer. Corona ist ein vollkommen aufgeblasener Schwindel.

    Nein, hier steckt etwas anderes dahinter.

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