The Long Goodbye

Liebe Freunde des Kriminalromans,

vielleicht seid ihr ja schon längst weitergezogen. Falls nicht: Ich möchte mich für die schönen Jahre, die tollen Bekanntschaften und die Unmengen an guten Büchern bedanken, die meine Arbeit als „Schneemann“ mit sich gebracht haben. Ihr ahnt es: jetzt kommt die schlechte Nachricht.

Ich habe mich entschieden, das Projekt jetzt endgültig aufzugeben, nachdem ich nun seit über einem Jahr nicht mehr aktiv war. Dieser Blog wird bald nicht mehr sichbar sein. Alle Beiträge verschwinden. Das schmerzt.

Zuletzt hatte ich immer wieder gehofft, Zeit für neue Beiträge zu finden. Ich danke vor allem dem Polar Verlag und PULP MASTER, die diese Motivation mit spannenden Leseexemplaren aufrecht erhalten haben. Aber: Es geht einfach nicht.

Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, beschäftige ich mich zurzeit beruflich nicht mehr mit Literatur, sondern mit realen Verbrechen – mit Rechtsextremismus, Reichsbürgern und anderen Feinden der Demkoratie. Ein Thema, das Monat für Monat mehr an Aufmerksamkeit bekommt, und das wohl noch über Jahre hinweg. Leider, möchte man sagen.

Sprich: Was anfangs ein Teil meines Jobs war, ist ein Fulltime-Job geworden. Und es ist nicht nur die immer aufwendiger werdende Recherche, die mich so in Anspruch nimmt. Meine Berichterstattung hat zunehmend auch persönliche Folgen: Immer wieder versuchen Einzelne oder Gruppen, gegen mich Stimmung zu machen. Privat eine Webseite zu betreiben ist zu einem Sicherheitsrisiko geworden, das ich nicht mehr eingehen möchte.

Meine Bitte: Lest weiter gute Bücher, unterstützt kleine Verlage, und passt auf euch auf. Es kommen wieder ruhigere Zeiten.

Ich wünsche euch von Herzen nur das Beste,

Euer Schneeman

Interview mit Krimiscout

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© Jens Ole Huerkamp

2017 war nicht gerade mein Lieblingsjahr. Wer den Blog verfolgt hat, dem ist sicher aufgefallen, dass es trotz mehrerer Anläufe kaum neue Beiträge gegeben hat. 2018 soll sich das wieder ändern. Außerdem wird es einige Neuerungen geben, manche kleiner, manche größer, die wieder stärker zur ursprünglichen Ausrichtung der Radiosendung zurückführen werden. Weiterlesen

Kurzer Brief zum langen Abschied

Nicht gleich erschrecken.

Wie ihr sicherlich alle gemerkt habt, ist es hier etwas ruhig geworden. Das liegt daran, dass ich momentan an meiner Bachelorarbeit sitze, die sich als widerspenstiger erwies, als ich zu Beginn angenommen hatte. Deshalb werden auch in den nächsten Wochen erst einmal keine neuen Beiträge auf diesem Blog erscheinen.

Sobald ich meinen Kopf aus den Bergen von Fachliteratur herausgezogen habe – was etwas Mitte Juni der Fall sein dürfte – beschäftige ich mich dann wieder mit dem Kriminalroman. Es gibt einiges nachzuholen. So viel sei schon mal verraten: Mit einer schnöden Rezension werde ich mich nicht zurückmelden. Stattdessen ist etwas Besonderes geplant, und ich freue mich jetzt schon darauf, es mit euch zu teilen.

Auf ein baldiges Wiederlesen,

Euer Schneemann

 

Jede Menge Kartons und ein nächtliches Gespräch

Da meine Heizung gerade kaputt ist, fiel mir wieder ein, dass ich ja ein Doppelleben als Schneemann führe. Wozu ich in letzter Zeit leider sehr wenig kam. Wie einige von euch sicherlich mitbekommen haben, breche ich mein Lager in Tübingen ab und ziehe in den Stuttgarter Kessel, was mich – neben dem Studium – so sehr beansprucht, dass ich zwar noch zum Lesen, nicht aber zum Schreiben komme. Meine letzte Woche lässt sich mit dem nachfolgenden Bild ganz gut zusammenfassen:

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Schneemann macht Sommerpause

Sommerpause

© Scott Schiller

Eine Auszeit muss her. Nachdem das Jahr wieder viel zu schnell vorbeizieht und ich kaum noch zum Lesen komme, dachte ich mir, ich lasse mal für ein paar Wochen die Tastatur in Ruhe und widme mich meinem Bücherstapel. Deshalb steige ich morgen Vormittag mit einem Koffer voller Krimis ins Flugzeug. Während meiner Abwesenheit werde ich weder Kommentare lesen noch Mails beantworten können. Falls ihr also dringende Anliegen habt, lasst sie mir am besten per Flaschenpost zukommen, wobei ihr Gewässer und Strömung so wählen bzw. berechnen müsst, dass die Nachricht an der Küste von Griechenland wieder, ähm, auftaucht. Am 15. August geht es dann wie gewohnt weiter – pünktlich zum Erscheinen des neuen CrimeMag, in dem ich mich dann über einen Teil meiner Urlaubslektüre auslassen werde.

Gründung einer kriminellen Vereinigung

Liebe Leserinnen und Leser,

während ich online mit vielen von euch in Kontakt stehe und mich regelmäßig über Kriminalliteratur austauschen kann, fehlen mir im Leben fernab des Bildschirms dazu leider die nötigen Strukturen. Also schaffe ich sie mir gezwungenermaßen selbst: Ich möchte in Tübingen einen monatlich stattfindenden Krimi-Stammtisch etablieren. Drei (oder sogar vier?) Leute haben bereits ihr Interesse bekundet und ich hoffe, dass es durch diesen Beitrag noch ein paar mehr werden.

Krimi-Stammtisch

© Robert Carner

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Ein Lebenszeichen

Liebe Leserinnen und Leser dieses kleinen Blogs,

ihr fragt euch bestimmt, warum im April kaum etwas von mir zu lesen war. Die Erklärung ist so einfach wie traurig: Jemand, der mir sehr sehr nahe stand, ist nicht mehr. Ich habe mir also die Zeit genommen, mich innerlich zu verabschieden, zu realisieren, dass Menschen – wie Harry Rowohlt es sagen würde – leider nicht nachwachsen, und diese Zeit war zu kostbar, um sie mit anderen Dingen zu füllen.

Jetzt kämpfe ich mich aber langsam zurück. Schon in ein paar Tagen geht es hier wie gewohnt weiter, mit jeder Menge Rezensionen zu Romanen, Filmen, Serien und sogar Zeitschriften. Doch zuallererst wird es Zeit, eine Fast-schon-Tradition fortzuführen…

Ich freu mich drauf,

Euer Schneemann