„I wish I was in Carrickfergus“

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© Suhrkamp

Wenn man von Belfast aus auf dem M5 Richtung Norden fährt, und die Irische See zur Rechten irgendwann von einer Tankstelle, einer Autowerkstatt und einem Brautmodengeschäft abgelöst wird, dann hat man nur noch einige hundert Meter vor sich, bis es in Sichtweite kommt: Carrickfergus Castle. Grauer Stein, runde Türme, über achthundert Jahre irische Geschichte vor der schäumenden Gischt des Belfast Lough. Hätte ich im März letzten Jahres schon gewusst, dass der Mann, wegen dem ich in die Stadt gekommen war, bald ein Buch schreiben würde, das teilweise innerhalb dieser Mauern spielt, hätte ich vielleicht die fünf Pfund für den Eintritt locker gemacht. Hätte das massive Fallgitter begutachtet. Hätte mir das Mörderloch etwas genauer angesehen. Hätte nach dem Kerker gefragt. Und ganz sicher hätte ich überlegt, ob es einen Möglichkeit gibt bei geschlossenem Tor aus dieser Festung zu entkommen. Wie heißt es so schön: Hätte, hätte, Beweismittelkette. Weiterlesen

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Vorschau 2017: Teil 1

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Den ersten Monat des neuen Jahres habe ich irgendwie verpasst. Zu viel zu tun. Über die vielen guten Bücher, die im Januar erschienen sind, habt ihr euch bestimmt schon anderweitig informiert, weshalb ich direkt mit dem Februar einsteigen werde – gerade noch rechtzeitig. Dafür gibt es am Ende etwas Musik.  Weiterlesen

Auf den Spuren von Bruen, McKinty & Co.

2016-03-12-13h02m24

Was habe ich mir nicht alles vorgenommen. Drei Bücher wollte ich während meines dreiwöchigen Aufenthalts in Irland lesen, weil ich davon ausging, dass mindestens die Hälfte aller Tage dem Regen zum Opfer fallen würden. „Jack Taylor liegt falsch“ von Ken Bruen, „In der Sackgasse“ von Gene Kerrigan und „The Big O“ von Declan Burke. Alle schön auf den neuen E-Reader geladen, dass ich nicht so schwer tragen muss. Die Erfindung des Rollkoffers habe ich bis heute eher unbeeindruckt zur Kenntnis genommen. Auf dem Hinflug benutzte ich das mir immer noch etwas fremde Gerät zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum, Jungfernflug sozusagen, allerdings um ein bisschen in „Cops in the City“ zu schmökern. Noch waren wir ja nicht in Irland.  Weiterlesen

Vorschau 2015: Teil 14

einzlkind Billy     Stroud Der Aufbruch     Colize Back Up     Ortuno Die Verbrannten

Jetzt ist tatsächlich schon wieder ein Monat vergangen seit Teil 13 meiner Jahresvorschau. Dabei gibt es immer noch einige Bücher, die ich noch nicht erwähnt habe, bei denen ich aber beim Durchblättern der Verlagsvorschauen hängen geblieben bin. Trotzdem, irgendwann muss Schluss sein. Diese Rubrik wird heute mit einem letzten Post geschlossen. Bei der Fülle an qualitativem Material kommt man mit dem Lesen ohnehin nicht hinterher. Weiterlesen

An den Plattentellern: Sean Duffy, Carrickfergus RUC

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© Suhrkamp

Es ist immer schwierig, den zweiten Teil einer Krimireihe zu besprechen. Normalerweise ändert sich nämlich nicht viel, außer dass die Qualität von Band zu Band vielleicht ein bisschen schwankt. Auch beim zweiten Sean Duffy Roman von Adrian McKinty ist das so. „Die Sirenen von Belfast“ (Im Original: I Hear the Sirens in the Street) ist erstklassige Unterhaltung und basiert auf dem gleichen Rezept wie schon „Der katholische Bulle„. Duffy soll den Mord an einem Mann aufklären, dessen Torso in einem Reisekoffer verpackt aufgefunden wird. Mal wieder versucht Gott und die Welt ihn davon abzuhalten, etwas über den Tathergang in Erfahrung zu bringen. Dazu kommen noch witzigere Dialoge als im ersten Teil und natürlich extrem viel Atmosphäre. Ganz klare Kaufempfehlung, auch für Leute, die den Vorgänger nicht kennen. Weiterlesen

Freizeitklamotten statt Kampfmontur

mckinty katholische bulle

© Suhrkamp

Wer sein Buch nach einem Tom Waits Song benennt, der hat meine Sympathie. „Cold Cold Ground“ ist gemeint, der erste Band der Sean-Duffy-Reihe von Adrian McKinty. Hierzulande nennt sich das Buch „Der katholische Bulle“, was einerseits sehr gut passt, andererseits verdächtig nach einer alten Heimatkrimi-Serie mit Ottfried Fischer klingt. Von ländlicher Idylle ist gottseidank nicht viel zu spüren in diesem düsteren Meisterwerk. Weiterlesen

Vorschau: Sendung vom 22.02.2015

IMG_7940Am letzten Sonntag im Februar läuft die zweite Ausgabe von „Der Schneemann„, wieder von 19-20 Uhr. Diesmal handelt es sich, wie ab sofort jeden zweiten Monat, um eine Themensendung. Thema: Irland. Alle, die aus der Region Tübingen kommen, können die Sendung per Radio auf der Frequenz 96,6 empfangen. Wer anderswo wohnt, oder einfach kein Radio mehr hat, der kann über den Livestream der Wüsten Welle mithören.

Das kommt auf euch zu: Weiterlesen

Vorschau 2015: Teil 5

mckkinty schwestern     Varenne Sieben Leben     Barry Stadt Bohane      Lansdale Kälte im Juli

Das dürfte dann jetzt der wohl (vor?)letzte Post in diesem Jahr werden. Ich habe mich noch mal ein bisschen durch die Verlagsvorschauen gewühlt, und siehe da, ich komme im Leben nicht mit meinen sechs Ausgaben dieser Rubrik hier hin. Ich versuche mich aber auf sieben zu beschränken. Versprochen. Denn wie auch dieses Jahr, stellt sich mir wohl 2015 wieder die Frage: Wer soll das alles bezahlen und wann soll ich das lesen? Weiterlesen