Mord in der Stadt der Hoffnung

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© Nautilus

Das Buch beginnt mit einer Rückblende. Wir schreiben den 5. Mai 1973, der Ort des Geschehens ist Sunderland, England. Tausende sitzen gebannt vor den Fernsehgeräten, als Ian Porterfield ihren geliebten AFC in der 31. Spielminute in Führung bringt. Die gegnerische Fußballmannschaft aus Leeds erholt sich nicht mehr davon. Sunderland gewinnt den FA Cup, die Stimmung ist gelöst, überall auf den Straßen feiern die Menschen. In diesem Trubel tötet ein Mann unbemerkt seine Frau und das gemeinsame Kind. Beide haben eine Wunde am Kopf, die durch einen stumpfen Gegenstand verursacht wurde. Die Todesursache. Wieso hat der Ehemann sie also zusätzlich noch starken Stromschlägen ausgesetzt? Der zuständige Polizeibeamte, Stuart Miller, ist sprachlos angesichts dieser Tat. Weiterlesen

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Schmelztiegel Jazz

entfliehen kannst du nie

© Bastei Lübbe

Ahmed ist chronisch depressiv und verbringt seine Tage mit Kriminalromanen und Tee in einer kleinen Wohnung. Neben einem alten Antiquar, von dem er seinen Lesestoff bezieht, ist seine Nachbarin Laura sein einziger zwischenmenschlicher Kontakt. Er schlägt zwar regelmäßig ihre Einladungen zum Essen aus, gießt aber ihre Orchideen, wenn sie außer Haus ist. Als er Laura ermordet auf ihrem Balkon vorfindet, reißt der Schleier ein, der ihn schon viel zu lange von der restlichen Welt trennt, und Ahmed erkennt: Ein gemeinsames Leben mit ihr wäre möglich gewesen. Aber nun nicht mehr. Wütend über seine eigene Blindheit und die grausame Tat, macht er sich auf, den Protagonisten seiner Bücher nachzueifern. Er ist dem Mörder auf der Spur. Und er ist nicht alleine. Weiterlesen

Eine Poetik des Todes

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© Knaur

Was für ein Buch. Ich gebe zu, es hatte mich nicht von Anfang an, aber Seite um Seite wurde ich mehr zum Gefangenen von Kim Zupans Roman mit dem furchtbaren, nichtssagenden deutschen Titel „Die rechte Hand des Teufels“. Dabei wollte ich doch nur mal kurz was Schnelles für zwischendurch, bevor ich mich an „Regengötter“ mache, den heißesten Anwärter für den Krimi des Jahres. Aber wie das eben manchmal so ist, kommt gerade dann ein Underdog um die Ecke und schnappt sich den Titel. Mal schauen, ob James Lee Burke da noch einen drauflegen kann. Schwer wird es allemal. Weiterlesen