Sternstunde der deutschen Kriminalliteratur

miehe puma

© Dumont

Neun Jahre war er für alle nur Häftling Nr. CZ 8731, aber jetzt ist der Puma wieder auf freiem Fuß. Franz Morgenroth, so sein bürgerlicher Name, ist nicht etwa geläutert, im Gegenteil: In seiner Zelle hat der Gangster aus dem Elsass mit dem Raubkatzen-Tattoo den ganz großen Coup geplant. Auslöser dafür war ein Zeitungsausschnitt, ein Foto genauer gesagt. Darauf ist der Großindustrielle Kammerloh zu sehen, wie er zusammen mit seiner Tochter Billie für die Fotografen posiert. Dass Kammerloh stinkreich ist, das weiß der Puma. Deshalb will er ja auch dessen Tochter entführen. Was der Puma allerdings nicht weiß: Kammerloh und seine Tochter haben nicht gerade das beste Verhältnis… Weiterlesen

Der Mensch als Produkt seiner Umgebung

Sallis Langbeinige Fliege

© Dumont

Lew Griffin findet Leute. Das kann er einfach. Immer wieder kommen Menschen zu ihm, und bitten ihn darum, vermisste Angehörige oder Bekannte aufzutreiben. Und das tut er auch, immer. Instinktiv bewegt er sich durch die „dampfenden Nächte von New Orleans“ und stößt an jeder Ecke auf Hinweise. Er liest diese Stadt wie ein Buch, sieht Zeichen an den Wänden und Spuren auf den Straßen, die dem Rest der Welt verborgen bleiben. Sie alle kennen seinen Namen, flüstern ihn in den engen Pubs oder an den Verkaufsständen, wie ein schlechtes Omen. Leg dich nicht mit ihm an, heißt es, er hat sie nicht mehr alle. Und in einer Welt, in der selbst die unvorstellbarsten Dinge normal geworden sind, ist der Verrückte eine unberechenbare Größe. Weiterlesen