Müder Abklatsch

Heuchert Dunkels Gesetz

© Ullstein

Ein Country Noir. Auf Deutsch. Als ich „Dunkels Gesetz“ von Sven Heuchert in der Buchhandlung meines Vertrauens liegen sah, war ich erstmal platt. Seit einiger Zeit denke ich bereits darüber nach, wie so etwas funktionieren könnte, wie man die formalen und inhaltlichen Kriterien dieses Subgenres den Gegebenheiten hierzulande anpassen müsste, und dann versucht sich ausgerechnet ein Autor daran, dessen Kurzgeschichten mir in der Vergangenheit viel Freude bereitet haben. Eigentlich konnte nichts mehr schiefgehen. Doch der Konjunktiv ist des Hoffnungsvollen größter Feind und am Ende quälte ich mich gelangweilt dem großen Finale entgegen. Eines muss man Heuchert und den ihn feiernden Kritikerinnen und Kritikern lassen: Der Impuls, der war wichtig. Leider ist „Dunkels Gesetz“ keine Adaption amerikanischer Vorbilder, ja nicht mal eine gut gemachte Hommage. Es ist schlicht eine uninspirierte Kopie. Weiterlesen

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