Fight Club

Bill Geschmack der Gewalt

© Suhrkamp

Selten haben Cover und Titel so gut zu einem Roman gepasst wie bei Frank BillsDer Geschmack der Gewalt“. Man möchte fast sagen: Wie die Faust aufs Auge. Denn die blutige Ansammlung charakteristisch verschränkter Finger, die dem Leser von der Frontseite entgegenschlägt, weckt Erinnerungen, die sich wie warmes Eisen auf die Zunge legen. Und auch der Autor selbst versteht sehr viel vom Spiel mit den Sinneseindrücken. „Donnybrook“, so der ebenfalls passende, wenn auch etwas unspektakuläre Originaltitel, riecht auf jeder Seite nach Ammoniak, nach Schwefel, nach Rauch, Alkohol und menschlichen Ausdünstungen. Man spürt jeden Satz in den Zähnen, man schmeckt Blut, Säure und, nun ja, Gewalt eben. Gute Arbeit, Suhrkamp, der von euch gewählte Titel macht eine ausführliche Rezension beinahe überflüssig. Doch auch wenn die ästhetische Aufmachung durchaus zu überzeugen weiß – ein „schönes“ Buch ist „Der Geschmack der Gewalt“ ganz sicher nicht. Weiterlesen

Vorschau: Sendung vom 04.10.2015

IMG_8417Am Sonntag läuft die wahrscheinlich letzte Themensendung (Südafrika fällt leider aus, ich komme mit den Neuerscheinungen sonst nicht hinterher). Von 19-20 Uhr dreht sich auf der Wüsten Welle 96,6 alles um das Genre Country Noir. Ortsfremde können wie immer auf den Livestream zurückgreifen, oder sich im Nachhinein in der relativ neuen Mediathek eine Woche lang die gesamte Sendung anhören bzw. herunterladen. Podcasts mache ich natürlich auch wieder, Ehrensache. Und um nicht nur auf die üblichen Verdächtigen zurückzugreifen, habe ich folgende Buchauswahl zusammengestellt:  Weiterlesen