Rauchen, Saufen, Prügeln und ein Sonnenuntergang am Meer

Miller Freedoms Child

© Rowohlt

Eine junge, frische Stimme der amerikanischen Kriminalliteratur entlockt mit ihrem Debüt den eigenen Kollegen und der versammelten Presse ekstatische Jubelschreie. Ihr Name: Jax Miller. Naja, eigentlich Aine O’Dohmnaill, aber in einem Genre, in dem die Konkurrenz Karin Slaughter heißt, muss man sich eben was einfallen lassen. Eine Sensation, so hört man, die man zwar noch nicht mit Preisen, dafür aber mit jeder Menge Geld überhäuft hat. Wenn dann die Konkurrenz, die Karin Slaughter heißt, noch einen markigen Spruch ablässt, den der Piper-Verlag auf das deutsche Cover zu „Freedom’s Child“ drucken kann, dann ist der Hype perfekt und hohe Verkaufszahlen eigentlich vorprogrammiert. Also nimmt man das Buch zur Hand um dem Phänomen auf den Grund zu gehen – und nach etwa 350 Seiten fragt man sich, ob der Rest der Welt wirklich den gleichen Roman gelesen hat. Weiterlesen