„Wie malt man die Finsternis?“

Gary Victor Soro

© litradukt

Es beginnt mit einer der denkwürdigsten Szenen dieses Buchjahres: Inspektor Dieuswalwe Azémar kommt in einem Hotelbett zu sich, die Sinne noch völlig vom Soro vernebelt, als er bemerkt, dass er anscheinend gerade mit der Frau seines Vorgesetzten schläft. Ihm bleibt kaum Zeit, diese Information zu verdauen, denn auf einmal bebt der ganze Raum. Haiti wird von einem der schlimmsten Erdbeben in der Geschichte des Landes heimgesucht. Ein Stück Zimmerdecke bricht heraus und erschlägt die arme Frau, die den verwirrten Polizisten mit ihrem massigen Körper vor dem sicheren Tod bewahrt. Er kriecht unter ihr hervor und flüchtet sich nach draußen. Als er sich am nächsten Tag durch die zerstörte Stadt zur Arbeit schleppt, ahnt er noch nicht, dass sein Chef, Kommissar Solon, längst über den Seitensprung seiner Frau Bescheid weiß. Und über ihren Tod. Inspektor Azémar wird damit beauftragt, den Mann zu finden und auszuliefern, mit dem Solons Frau bis zuletzt das Bett geteilt hat: Sich selbst. Weiterlesen

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