Zwischen Scheitern und Triumph

Pollock Die himmlische Tafel

© Liebeskind

Mit seiner Kurzgeschichtensammlung Knockemstiff und dem darauffolgenden Debütroman Das Handwerk des Teufels hat sich Donald Ray Pollock in Sphären geschrieben, von denen man vorher dachte, sie lägen mindestens ein halbes Schriftstellerleben von der Veröffentlichung des Erstlings entfernt. Seite an Seite mit dem etwa gleichaltrigen Daniel Woodrell sitzt er seitdem zu den Füßen des Genre-Gottvaters Cormac McCarthy,  komplettiert die Dreifaltigkeit der düsteren Südstaaten-Literatur und erntet die Früchte seines Schaffens: Kritikerlob und Erwartungsdruck. Sein neuer Roman Die himmlische Tafel liest sich in diesem Kontext als Befreiungsschlag eines Autors, der weder bereit ist, sich dem Druck zu beugen, noch es sich jetzt schon in der für ihn vorgesehenen Schublade bequem zu machen.  Weiterlesen

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