Deutscher Krimi Preis 2016

Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass die Preisträger des 32. Deutschen Krimpreises heute bekanntgegeben werden. Umso erfreulicher, dass die Auswahl äußerst gelungen ist. Im nationalen Bereich trumpfen Krimis zu aktuellen politischen Themen auf, im internationalen die großen Namen. Lediglich mit Sara Gran auf dem Treppchen kann ich mich noch nicht so recht anfreunden, da mir aus dem Stegreif ein Dutzend bessere Kriminalromane einfallen, die dieses Jahr erschienen sind. Aber das ist einerseits Geschmackssache und andererseits Jammern auf hohem Niveau. Weiterlesen

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Sicher durch das Krimi-Labyrinth

Schwarze Krimis, die in jede Tasche passen. Explosive Stoffe, die das bestehende Weltbild in Frage stellen. Immer wieder aufs Neue, immer am Puls der Zeit, seit über fünfundzwanzig Jahren. Die Rede ist natürlich von der Reihe „Ariadne Krimis“, die die Soziologin Frigga Haug im Jahr 1988 ins Leben rief. Sie erscheint bis heute im Argument Verlag, den sie zusammen mit ihrem zukünftigen Ehemann, dem Philosophen Wolfgang Fritz Haug, Ende der 50er gegründet hatte. Einem Verlag, der eigentlich für seine linken Wissenschafts- und wissenschaftskritischen Bücher bekannt ist. Doch es handelt sich ja auch nicht um irgendeine dahergelaufene Krimireihe. Nein, das würde nicht ins Verlagsprofil passen. Es handelt sich vielmehr um die logische Weiterentwicklung eines der wichtigsten Verlagssegmente, den Büchern zur feministischen Theorie. Bei Ariadne schreiben ausschließlich Frauen. Weiterlesen

Wenn Welten kollidieren

Kröger Havarie

© Argument

Wir alle kennen die Bilder. Verängstigte Flüchtlinge in überfüllten Booten, die über das Mittelmeer schippern. Grenzschützer, Polizisten, Aktivisten, die ihnen die Hand reichen. In Decken gewickelte Frauen, Männer, Jungen und Mädchen. Die trostlosen Lager, in den sie meist vergeblich auf Asyl warten. Unerbittlich zeigen uns die Kameras der Nachrichtenreporter das Elend der Welt. Das Leid anderer ist Teil unseres Medienalltags, wir werden täglich damit konfrontiert und haben längst die Grenzen unserer Empathiefähigkeit erreicht. Dass es sich bei den zweidimensionalen Gestalten auf dem Bildschirm um echte Menschen handelt, Menschen mit einer Geschichte, können wir nicht ohne weiteres verdauen. Es isst sich einfach nicht so gut vor dem Fernseher, wenn Menschen ertrinken. Merle Kröger geht in „Havarie“ auf Kollisionskurs mit unserer Wegschau-MentalitätWeiterlesen

Vorschau: Sendung vom 21.06.2015

IMG_8169Fragt mich nicht, was diesmal passiert ist. Ich weiß es nämlich nicht. Im Januar habe ich mir die Sendetermine aufgeschrieben und ich habe einmal den Fehler gemacht, mir die nicht richtig anzuschauen. Nun habe ich sie mir natürlich drei bis vier Mal angeschaut, um ganz sicher zu sein, dass ich keine Sendung mehr verpasse. Und dann das: Ich hab mir einen Termin entweder von Anfang an falsch abgeschrieben, oder, was ich für unwahrscheinlicher halte, er wurde zwischenzeitlich ohne mein Wissen geändert. So oder so heißt das, dass die Juni-Sendung wieder nur in Form von Podcasts in den Äther gelangen wird. Sorry an alle, die letzte Woche das Radio eingeschaltet haben. Ich kann euch nicht sagen, wie peinlich mir das alles ist. Wieder etwas, woran ich unbedingt arbeiten muss. Die kommenden Termine werden jedenfalls doppelt und dreifach überprüft. Weiterlesen