Ein Anti-Bond mit Taktgefühl

Moody Spion Jazz

© Polar

1968. Eben hämmert Jazzmusiker Gene Williams noch in einem Londoner Clubs auf die Drums ein, im nächsten Moment steht er schon mit einem Bein in einem der geschichtsträchtigsten Konflikte der Nachkriegszeit. Die CIA kassiert ihn ein. Man hat davon Wind bekommen, dass er zum Prager Jazz Festival eingeladen wurde und möchte, dass er sich dort nützlich macht. Genauer gesagt soll er einen Kontaktmann der Amerikaner treffen, der angeblich über Informationen bezüglich eines geplanten Einmarschs der Russen in die tschechoslowakische Hauptstadt verfügt. Der Geheimdienst erpresst ihn und ringt ihm so eine Zusage ab. In Prag angekommen verzweifelt Gene am Spagat zwischen Musik und Heimlichtuerei. Er wird verfolgt, bedroht, verhört, rennt von der Bandprobe zur Kneipe, von der Kneipe zu wechselnden Treffpunkten und wacht regelmäßig mit Kopfschmerzen auf. Als wäre er damit nicht schon bedient, verliert er sich auch noch in den schönen Augen von Lena, der Enkelin des Mannes, wegen dem er ursprünglich gekommen war.

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