Die Geister, die ich rief

neville schatten belfast

© Aufbau

Man denkt ja immer, man hat alles schon einmal gelesen. Dann gibt es aber Bücher, die, dieser Annahme zum Trotz, mit einem überraschend unverbrauchten Konzept aufwarten. So zum Beispiel „Die Schatten von Belfast“ von Stuart Neville. Dabei ist die Grundidee so simpel wie packend: Ex-IRA-Mitglied Gerry Fegan hat im Namen des Freiheitskampfes ein dutzend Mal gemordet – immer im Auftrag seiner Bosse. Jahre später suchen ihn Schuldgefühle heim, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine zwölf Opfer begleiten ihn in geisterhafter Form auf Schritt und Tritt. Als er dem Auftraggeber eines dieser Morde wiederbegegnet, tritt einer der Geister vor und hält dem Mann die Finger wie eine Knarre an den Kopf. Fegan dämmert, was das bedeuten könnte. Er macht sich auf, die restlichen Auftraggeber zu finden. Weiterlesen

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