„Ich bin ein unverbesserlicher Intellektueller“

Jean-Patrick Manchette

© Jean-Paul Gratias

Jean Patrick-Manchette wird am 19. Dezember 1942 in Marseille geboren. Es herrscht Krieg. Als die deutschen Truppen Frankreich wenige Jahre später verlassen, zieht er mit seiner Familie nach Malokoff, einer kleine Gemeinden südlich von Paris. Bei seiner Großmutter, einer gebürtigen Schottin,  kommt der junge Manchette zum ersten Mal mit Kriminalliteratur in Kontakt. Es sind vor allem englischsprachige Autoren, die es ihm angetan haben. Während seiner Gymnasialzeit verschlingt er die Série Noire des Verlags Gallimard. 1960 beginnt er ein Anglistik-Studium, um Englischlehrer werden zu können. Ein Beruf, den seine Mutter sich immer schon für ihren Sohn gewünscht hat. Weiterlesen

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Der Kopf ist ein Irrgarten…

…in dem ich mich gerne mal verlaufe. Da habe ich selbst vor einiger Zeit hier extra alle meine Sendetermine aufgelistet, und bin trotzdem der Meinung gewesen, morgen würde die März-Ausgabe meiner Radiosendung laufen. Wird sie nicht. Sorry. Vielmehr wäre der 22.03. der Termin gewesen, an dem sie hätte laufen sollen. Da lief dann wohl irgendeinen Wiederholung. Ich kann es jetzt leider nicht mehr ändern, was ich aber tun kann, ist Podcasts  erstellen, und einfach so tun, als wäre alles so, wie ich bis eben noch gedacht habe, dass es tatsächlich wäre. Simulation nennt man das. Was bleibt mir auch anderes übrig. Weiterlesen

Überall Krieg

ellroy perfidia

© Ullstein

Wenn es nach James Ellory geht, dann ist Los Angeles die Hölle auf Erden. Seit 1981 widmet sich der Autor mit seinen Kriminalromanen hartnäckig der dunklen Seite dieser Stadt. Sein Versuch einer „alternativen Geschichtsschreibung“ hat Generationen von Krimilesern in den Bann gezogen. Mehr als zwanzig Jahre sind vergangen, seit mit „White Jazz“, dem letzten Band des Ersten L.A.-Quartetts, eine Ära zu Ende ging. Umso erfreulicher also, dass das Ganze nun in die nächste Runde geht. „Perfidia“ eröffnet das zweite L.A. Quartett, das chronologisch vor den Ereignissen der ersten Tetralogie  spielt. Perfekt also, um James Ellroy kennen zu lernen. Aber Achtung: Diese Begegnung wird Folgen haben. Weiterlesen

Vorschau: Sendung vom 29.03.2015

IMG_8023Der letzte Märzsonntag steht wieder im Zeichen der aktuellen Kriminalliteratur. Von 19-20 Uhr stelle ich auf Radio Wüste Welle die besten Neuheiten des immer noch jungen Jahres vor. Für Tübingen und Umgebung reicht es den Empfänger auf 96,6 einzustellen, den Rest muss ich wie immer auf den Livestream verweisen. Und natürlich wird es hinterher wieder Podcasts geben, die ihr dann auf meinen Soundcloud-Profil nachhören könnt. Dort findet ihr auch die restlichen Sendungen.

Die Themen der Sendung im Überblick: Weiterlesen

Wenn Sternschnuppen zu Raketen werden

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© Heyne

Thomas Wörtche hat einmal gesagt, er habe sich der Kriminalliteratur zugewendet, weil sie tatsächlich noch etwas über und aus der Welt erzählt, in der wir leben. Dass das auch heute noch so ist, beweist die Berliner Schriftstellerin Zoë Beck mit ihrem neuen Roman „Schwarzblende“. Es geht darin um den „Islamischen Staat“, die Angst vor dem Terrorismus und die mediale Inszenierung eines Konflikts, der seit geraumer Zeit die geopolitische Agenda bestimmt. Ein heikles Thema. Kann man dem überhaupt auf 400 Seiten gerecht werden? Weiterlesen