CrimeMag 8/2016

Hap and Leonard Soldier

© SundanceTV

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Der Kriminalroman im Zeitalter der Remix-Kultur

Fox Hades

© Suhrkamp

Die junge Australierin Candice Fox wurde für ihr Debüt „Hades“ nicht nur in ihrer Heimat preisgekrönt, sie hat auch hierzulande etwas gewinnen können, das man nicht unterschätzen sollte: Prominente Fürsprecher. Angefangen bei Thomas Wörtche, der das Buch bei Suhrkamp herausgegeben hat, über Sonja Hartl, Alf Mayer und Ulrich Noller liest sich die Mitgliederliste ihres Fanclubs wie ein who is who des deutschen Krimijournalismus. Und die dazugehörigen Lobeshymnen erst! Man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, mit „Hades“ stünde uns eine kleine Genre-Revolution ins Haus. Umso ratloser war ich nach 341 Seiten, denn das Kartenhaus meiner Erwartungen war nach und nach in sich zusammengefallen und die Autorin zog bis zum Schluss kein Ass aus dem Ärmel, um es wieder zu stabilisieren. Ob sie es sich für die zwei Folgebände aufgehoben hat? Oder ist ihr gar der ganz große Bluff gelungen? Während ich noch grübelte, was ich übersehen hatte, hätte ich beinahe etwas übersehen: Wie viel Spaß ich mit diesem Buch hatte. Vollends verwirrt schlug ich es auf der ersten Seite wieder auf und verabschiedete mich von jedem Gedanken an Schlaf. Weiterlesen

Vorschau 2016: Teil 11

Strukul Mila    Fox Eden    Ide IQ    Seymour Vagabond

Normalerweise mische ich an dieser Stelle die Titel bunt durch, packe Pulp Master neben Diogenes, Heinz Strunk neben Stephen Hunter, Klassiker neben Edeltrash. Aber diesmal mache ich eine Ausnahme. „Was können Verlage, was will das Lesepublikum?“, fragte Thomas Wörtche unlängst in der Polar Gazette. Seiner Meinung nach „kann man im Bezugsrahmen einer ‚kritischen Kriminalliteratur‘ nur alles richtigmachen, wenn man genau das Widerständige, Widerborstige, Chaotische und Irre so klug in den Kreislauf pumpt, dass die Maschinerie es unbewusst als Konterbande mitnimmt“. Sprich: Man jubelt dem Publikum den guten Stoff einfach unter. Wörtche selbst geht als Herausgeber unter der Flagge von Suhrkamp mit gutem Beispiel voran: Weiterlesen

Vorschau 2016: Teil 9

James Lee Burke Fremdes Land    Thor Kunkel Und Gott    Bernd Cailloux Surabaya Gold    Charlie Stella Johnny Porno

Heute fallen vier Namen. Den einen hat man in letzter Zeit so oft gehört, dass sich bei dem ein oder anderen von euch bestimmt schon Übersättigung eingestellt hat. Die anderen zwei hatte ich zwar auf dem Schirm, aber von dem einen hat man lange nichts mehr gehört, und vom anderen habe ich nicht erwartet, ihm mal in genrenahen Themengebieten wildern zu sehen. Und, last but not least, der vierte Name. Der ist mir ehrlich gesagt noch nie im Leben begegnet. Das Buch, auf dem er steht, weckt allerdings mein Interesse – und das nicht nur, weil da noch ein fünfter Name eine gewisse Rolle spielt… Mist, verzählt. Weiterlesen

„Ja“ zu mehr Professionalität

Der Schneemann“ bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Das ist gut! Dieser Blog soll nämlich irgendwann mehr werden als bloßes Hobby, ich sehe ihn als eine Art Testgelände, auf dem ich für den Ernstfall proben kann. Als Student der Medienwissenschaft wollte ich von Anfang an den Schritt in die Professionalität gehen, hin zum Traumberuf Journalist, hin zum vom-Schreiben-Leben-können. Das ist noch lange hin, klar, und die Konkurrenz schläft ja bekanntlich nicht.  Weiterlesen