„Die Nacht ist ein Typ mit Kapuze auf dem Kopf“

Kecmanovic Sibiren

© Matthes & Seitz

Die Nacht ist ein Typ mit einer Kapuze auf dem Kopf.“ So beginnt „Sibiren“ von Vladimir Kecmanovic. Dann folgt erstmal eine Leerzeile. Danach wieder ein Satz. Eine Leerzeile. Nächster Satz. Leerzeile. Geht das jetzt immer so weiter? Nein, nicht ganz, manchmal teilen sich auch zwei oder drei Sätze einen Zwischenraum. Aber im Prinzip: Ja, der ganze Roman ist nach diesem Muster gesetzt. Das erinnert an Jennifer Egans Twitter-Agententhriller „Black Box“, der aus 140-Zeichen-Schnipseln, wie sie über den Kurznachrichtendienst versendet werden, zusammengeklebt wurde. Nur dass man bei der Pulitzer-Preisträgerin Egan wusste, warum das Endergebnis so aussah, wie es aussah. Der Matthes & Seitz Verlag, bei dem dieses kleine Büchlein mit dem Untertitel „Ein serbischer Liebesthriller, in den sich Kroaten eingemischt haben“ erschienen ist, schweigt sich über den Grund für das ungewöhnliche Erscheinungsbild aus. Auch das Nachwort von Übersetzerin Mirjana Wittmann lüftet das Geheimnis nicht. Dem Leser bleibt nichts anderes übrig, als sich schulterzuckend in die Szenerie zu stürzen. Weiterlesen

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Vorschau: Sendung vom 09.08.2015

IMG_8249Die Sendung zu meiner Osteuropa-Reise mit Kaliber.17 läuft am Sonntag um 19 Uhr auf der Wüsten Welle – für die Tübinger auf der Frequenz 96,6, für den Rest der Welt im Livestream. Wer, wie ich, zu dieser Zeit schon im Urlaub ist (ihr hört mich quasi aus der Konserve), kann das Ganze entweder in Form von Podcasts auf meinem Soundcloud-Profil nachhören, oder, und das war bisher nicht möglich, die komplette, einstündige Sendung in der nagelneuen Mediathek der Wüsten Welle anhören und sogar herunterladen. Allerdings nur für 7 Tage, also haltet euch ran. Denn das gibt es zu verpassen: Weiterlesen