Vorschau 2016: Teil 7

Westlake Fünf schräge Vögel    pb    Greene Der dritte Mann    Ambler Die Maske des Dimitrios

Wenn es einen Trend in den letzten Jahren gab, dann den, Klassiker neu zu entdecken„, schrieb ich letztes Jahr in meiner Vorschau. Daran hat sich auch 2016 nicht viel geändert und erfreulicherweise wird ein immer breiteres Spektrum an Autoren neu übersetzt. Ich bin überzeugt davon, dass man als (Krimi-)Verlag auf diese Art langfristig Leserinnen und Leser binden kann, weil man sie durch die pure Auswahl und die damit verbundene Kontextualisierung für mehr als nur den Text eines Werkes, sondern für die Materie selbst, den großen, vielfältigen Krimi-Kosmos, begeistern kann. Die Betonung liegt natürlich auf „kann“. Von elementarer Bedeutung ist daher das Vorwort – eine der unterschätztesten literarischen Gattungen überhaupt. Weiterlesen

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Vorschau 2016: Teil 3

Larson Zero One Dewey    Mackay Der Killer hat genug    Platzgumer Am Rand    Criaco Schwarze Seelen

Die abschließenden Bände einer Reihe üben immer schon eine ganz besondere Magie auf mich aus, entscheiden sie doch zu einem erheblichen Teil darüber, ob man die sich über Jahre angelesene Geschichte in guter oder schlechter Erinnerung behalten wird. Umso gespannter bin ich auf die zwei ersten Bücher, die ich heute vorstellen möchte. Und damit es für jene, welche die ersten zwei Teile verpasst haben nicht zu langweilig wird, schiebe ich noch zwei Stand-Alones hinterher.  Weiterlesen

Dr. Faust

Stark_The Hunter_231014.indd

© Zsolnay

Diesen Anfang vergisst man nicht. Ein Mann wimmelt rüde eine Mitfahrgelegenheit ab, steckt sich eine Kippe in  den Mund und spaziert über die George Washington Bridge Richtung Stadt. Sein Name ist Parker. Parker hat etwas an sich, das vorbeifahrende Frauen erzittern lässt, etwas, das Unheil verspricht. Er ist ein skrupelloser Berufsverbrecher, der von seiner eigenen Ehefrau verraten wurde, die letzten Jahre in Gefangenschaft verbrachte und der sich nun an denen rächen will, die dafür verantwortlich sind. Mit allen Mitteln. Ein kurvenreicher, mit gebrochenen Gliedmaßen und leeren Patronenhülsen gepflasterter Weg liegt vor ihm, doch Parker geht ihn mit einer Geradlinigkeit, die dem Leser Magenschmerzen bereitet. Wenn man bemerkt, in was für eine brutale, kompromisslose Geschichte man da hineingeraten ist, ist es längst zu spät. Es gibt kein Entkommen. Weiterlesen